CDU Stadtverband Gronau
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Presse
20.05.2014, 09:24 Uhr
"Bürger unterwegs" zu Gast bei der Kirchengemeinde St. Jesaja
Gronau – Einer älteren Frau von den Aramäern standen die Tränen in den Augen, als sie mit Silke Schemitzek ins Gespräch über ihre Anfänge in Gronau im Jahr 1984 kam. Ihr Zusammentreffen kam im Rahmen der CDU-Aktion „Bürger unterwegs“ ganz spontan zustande. Denn die Gastgeber von der syrisch-orthodoxen Kirchengemeinde St. Jesaja an der Zollstraße nutzten ihren wöchentlichen Seniorennachmittag, um sich, die Kirche und das Kinder- und Jugendzentrum Turo d´Izlo einmal mehr der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Zuerst gab es bei der CDU-Aktion „Bürger unterwegs“ einen Rundgang durch die St. Jesaja-Kirche und dann ein Treffen mit rund 60 Senioren der Gemeinde
Süleyman Aykil, Vorsitzender der Kirchengemeinde, freute sich gemeinsam mit dem Dekan Lahdo Özkaya über die gute Resonanz der Besuchergruppe. Im Gotteshaus beschrieb Süleyman Aykil die vielen Gemeinsamkeiten der christlichen Religionen, die gerade hier in der Stadt auch gelebt werden. „Die großen Kirchengemeinden haben maßgeblich dazu beigetragen, dass wir unsere syrisch-orthodoxe Kirche in Gronau bauen konnten“, so Aykil zur damaligen Errichtung des Hauses. „Bei uns müssen die Gemeindepfarrer sogar heiraten“, war denn doch ein Unterschied - zumindest zu den katholischen Glaubensgeschwistern - auszumachen. Und die Kirchensprache ist noch traditionell aramäisch. Eingeweiht wurde die Kirche im April 1996 und fasst bis zu 800 Menschen zum Gebet. Beim anschließenden Kaffeetrinken im gegenüberliegenden Jugendzentrum kamen die Gäste der CDU-Aktion mit den rund 60 Seniorinnen und Senioren ins Gespräch. So standen Fragen zur Pflege im ambulanten und stationären Bereich auf dem Programm, genauso wie zur Einbürgerung. Nach Aussage von Ibrahim Savci, Öffentlichkeitsbeauftragter der Gemeinde, werden die Ergebnisse aus dem Gespräch wegen der Einbürgerung älterer Gemeindemitglieder im April mit Landrat Dr. Kai Zwicker und Dr. Günter Krings, Parlamentarischer Staatssekretär des Bundesinnenministeriums, zur weiteren Beratung an den Kreis Borken übergeben.
„Was uns noch fehlt, ist ein Spiel- und Bolzplatz gleich hier nebenan. Als Paten für einen solchen Platz stehen wir gerne bereit“, sprach Ibrahim Savci einen großen Wunsch der vielen Kinder und Jugendlichen an. Die nächst erreichbare Spielfläche befindet sich an der „Luise“. Als vor 30 Jahren die ersten Aramäer nach Gronau kamen, brauchten sie Unterstützung bei ihren Asylverfahren und um sich im Alltagsleben in Westeuropa zu Recht zu finden. Ibrahim Savci nutzte die Gelegenheit, sich bei drei anwesenden Helferinnen von damals zu bedanken. Der Dank ging an diesem Nachmittag besonders an Hanni Daberkow, Ulla Rohlving und Silke Schemitzek. Darüber hinaus gab es seinerzeit unzählige helfende Hände, denen die Gemeinde noch in diesem Herbst mit einer besonderen Veranstaltung danken wird. „Sie haben sich hier eine neue Heimat geschaffen“, stellte Rainer Doetkotte, Mitorganisator der „Bürger unterwegs“ Aktion, fest. So sind hier nicht nur die Kirche und das Jugendzentrum entstanden. Vielmehr bringen sich die Aramäer im Rahmen gelebter Integration im sozialen, wirtschaftlichen und politischen Leben in Gronau und Epe aktiv mit ein.